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Pfarre St. Stefan |
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| Der genaue Zeitpunkt, zu dem Nappersdorf oder Teile davon
dem Besitz des Stiftes Göttweig einverleibt wurden, lässt sich heute nicht
mehr bestimmen. Bischof Altmann von Passau dürfte zwar schon um 1070/72 mit dem Bau einer ersten Kirche auf dem Göttweiger Berg begonnen haben, denn schon am 1. Oktober 1072 konnte er die Erentrudiskirche weihen. Die Marienkirche aber, die eigentliche Klosterkirche, wurde erst 11 Jahre später, am 9. September 1083 feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Diese Weihe war zugleich der rechtsgültige Akt der Klostergründung. Wahrscheinlich geschah es nicht schon 1083 sondern erst kurz nach 1100, dass Anselm von Hetzimanniswisin (Hetzmannswiesen-Kuenring) durch seinen Dienstmann Isker das Gut Norprechtisdorf (Nappersdorf) dem Stift Göttweig übergeben ließ. Jedenfalls erscheint der Name unseres Dorfes in der Urkunde des Jahres 1108 zum ersten Mal. Gegründet wurde die Pfarre wahrscheinlich von Chadolt von Mailberg/Pulkau, der zu seinen Nappersdorfer Besitzungen erst durch eine Heirat mit der Witwe Anselms oder Anshalms von Hetzmannswiesen/Kuenring gekommen war. Nappersdorf gehört zu den ältesten Pfarren in Niederösterreich. In diesen rund 900 Jahren wirkten rund 120 Seelsorger, deren Namen wir kennen. Allerdings reichen die Aufzeichnungen nur bis zum Jahre 1285 zurück und sind in den frühen Jahrhunderten sicher recht lückenhaft.
Die ältesten Bewohner Nappersdorfs können sich noch gut an Pfarrer Beda erinnern, der der ungekrönte „Schnapser-König“ von Nappersdorf im Gasthof Wimberger war. |
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